Mmmh! Zwetschgen-Pfirsichkompott


Wenn du keinen Süßkram aus dem Supermarkt essen möchtest, kannst du die leckersten Nachspeisen aus heimischem Obst zubereiten.

Im rohen Zustand ist Obst eher erfrischend bis kühlend. Das kann unserem Erdelement manchmal zu schaffen machen. Also erwärmen wir unser Obst – die TCM spricht vom Yangisieren.

Dünsten, Kochen oder Backen sind schöne Möglichkeiten, dem Obst Wärme zuzuführen. Und zum (Nach-)Süßen benutzen wir keinen Rüben- oder Rohrzucker. Denn dieser Einfachzucker treibt den Blutzuckerspiegel schnell hoch, kurbelt damit die Insulinproduktion an, sodass wir schnell wieder einen niedrigen Blutzucker – und somit wieder Hunger haben. Klar, dass uns das nicht allzu gut mit Energie versorgt.

Alternativen zum Industriezucker sind Reis- oder Gerstenmalz. Diese verfügen über lange Zuckermolekülketten, die unser Stoffwechsel langsam abbaut und uns dadurch gut und lange mit Energie versorgt. Reismalz und -sirup süßen jedoch anders, als du es vielleicht gewohnt bist. Vielleicht probierst du diese Alternativen, bevor du sie in dein Essen gibst.

Eine weitere Möglichkeit ist der Agavendicksaft. Das ist zwar auch ein Einfachzucker, süßt aber sehr stark, sodass du weniger davon brauchst, um mit dem Geschmack zufrieden zu sein.


Du brauchst für 4 Personen (inkl. Nachschlag):
1 l Apfelsaft
3 Pfirsiche (ca. 300 g)
350 g Zwetschgen
1 Prise Vanille
1 Messerspitze Zimt
1 ½ bis 2 EL Kuzu-Bröckchen (im Bioladen erhältlich) *
ggf. (für die Süßmäuler): 1 – 3 EL Reismalz, -sirup oder Agavendicksaft

Und so geht’s:
Die Zwetschgen putzen, entkernen und vierteln.
Pfirsiche putzen, entkernen und in ca. 2 – 3 cm große Würfel schneiden.
Den Apfelsaft mit 1 Prise Vanille und 1 Messerspitze Zimt würzen und erhitzen.
Sobald der Apfelsaft kocht, das geschnittene Obst hineingeben um es einmal kurz aufzukochen.
Während dessen Kuzu mit Wasser anrühren (Kuzu sollte gut mit Wasser bedeckt sein, ca. 100 ml Wasser). Das Kuzu sollte etwas flüssiger sein wie ein Pfannkuchenteig: es kann fließen ist aber nicht wässrig.
Sobald der

Saft mit dem Obst köchelt, das Kuzu am Rand vom Topf in einem dünnen Strahl in die Flüssigkeit fließen lassen und die Flüssigkeit dabei rühren. Bis kurz vor der gewünschten Konsistenz das Kuzu einrühren, es dickt beim Abkühlen nach.
Und jetzt heißt es probieren. Wem der Kompott nicht süß genug ist, hilft mit ein wenig Reismalz, -sirup oder Agavendicksaft (1 – 3 Esslöffel) nach.

Ggf. restliches Kuzu im offenen Behälter im Kühlschrank lagern und beim nächsten Gebrauch mit neuem Kuzu auffüllen und weiter verwenden. Ist das Gefäß abgedeckt, besteht die Gefahr, dass das Kuzu schimmelt!

Kochzeit: 15 bis 20 Minuten

Spielwiese: Du kannst auch andere Säfte benutzen (z. B. Birnensaft) und/oder andere Obstsorten verwenden, z. B. Birnen statt Pfirsichen.

Außer als Nachtisch kannst du den Kompott auch prima mit dem Frühstücksgetreide genießen. Für „Frostbeulen“ ist der Kompott auch noch warm eine Wohltat.

Statt Kuzu kannst du alternativ auch mit Pfeilwurzelmehl oder Apfelpektin den Kompott andicken; diese Bindemittel haben jedoch nicht die stärkende Wirkung des Kuzus.

Der Kompott erfrischt und befeuchtet. Dies und die eher dickflüssige Konsistenz stärken das Erdelement. Ebenso der süße Geschmack. Die eher säuerlichen Zwetschgen wirken auch auf das Holzelement und den Funktionskreis Leber/Galle. Kuzu gilt in der TCM als DAS Heilmittel für das Verdauungssystem.

Hinweis:

Süßer Geschmack befeuchtet grundsätzlich. Bei einer Milz-Qi-Schwäche sollte der Kompott nicht deine Hauptmahlzeit werden.

 *Kuzu – eine Heilpflanze aus den Bergen Japans

Kuzu (Pueraria lobata) ist eine mächtige Kletterpflanze mit bis zu zwölf Meter langen Ranken und schönen duftenden Blüten. Sie ist mit unseren europäischen Bohnengewächsen verwandt, stammt aber ursprünglich aus den Bergen Japans. Schon seit Jahrtausenden werden in Asien die Samen der Pflanze gegessen, die Blätter an das Vieh verfüttert und die Stärke der Wurzel als Bindemittel in der Küche verwendet. Mindestens genauso lange wird Kuzu in der traditionellen asiatischen Heilkunde bei vielen gesundheitlichen Problemen eingesetzt. Die ganze Pflanze – Wurzeln, Samen und Blätter – enthält heilkräftige Stoffe. (Quelle: www.zentrum-der-gesundheit.de)

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